Naturkundliche Wanderung auf der Paradiestour Schlichemklamm 26. April 2025

Naturkundliche Wanderung auf der Paradiestour Schlichemklamm

Die naturkundliche Wanderung des Albverein Epfendorf im Schlichemtal hatte das Ziel, die Menschen wieder mehr mit der Natur zu verbinden und für die Schätze der Heimat zu begeistern. Dies sind auch die Werte und die Philosophie des Albvereins. Schön, dass mit rund 45 Teilnehmern großes Interesse bestand. Neubürger der Gemeinde Epfendorf waren erstmals in der Schlichem dabei und waren begeistert von der heimatlichen Natur. Aber auch erfahrene Schlichem-Wanderer konnten Neues dazu lernen. Der Frühling ist dafür ideal. Knoblauchrauke, Sumpfdotterblumen, Spitzwegerich, Aronstäbe, Lerchensporn, Buschwindröschen, Bachnelkenwurz und die zarten Knospen der bald wieder blühenden Blumenwiesen sind schon sichtbar. Wie gut, dass diese einzigartigen Wiesen geschützt sind und erst nach der Blüte circa Ende Juni gemäht werden dürfen – insgesamt nur 2x jährlich. Nur so können sich Blumensamen bilden und auch zukünftig wieder erblühen. Ein kleiner Teil des Schlichemtals wird auch beweidet. Manche Flächen mit Rindern und eine Wacholder-Halde mit Schafen. Dafür ging der Kultur- und Landschaftspreis des schwäbischen Heimatbundes aktuell ins Schlichemtal. Auch seltene und geschützte Tierarten fühlen sich im Schlichemtal bzw. der -klamm wohl. Allen voran der Eisvogel, der Uhu und Wasseramseln. Nicht umsonst steht dieses Juwel bei Epfendorf streng unter Naturschutz und unter Aufsicht der Oberen Naturschutzbehörde Freiburg.

Nachdem das Schlichemtal und letztendlich die Schlichemklamm durchquert wurde führte die Tour auf die Hochfläche zum Ramstein und weiter zur Sitzgruppe beim neuen Agri-Solar-Park. Dort wurde als kleines Highlight Kulinarik aus der Natur angeboten: Most, Wasser, Apfelsaft und Äpfel aus der Streuobstwiese, ergänzt durch Aufstrich-Brote mit Rote Beete und Karotten. Die Erläuterungen zum innovativen Konzept des Agri-Solar-Parks fanden ebenfalls großes Interesse: die senkrechten Module sind Ost-West ausgerichtet und werden somit doppelt besonnt. 90% der Fläche können nach wie vor landwirtschaftlich für Heu, Linsen und Getreide genutzt werden.

Am Ende der Tour gab es viele positive Rückmeldungen. Untere anderem, wie gut es tat, draußen in der Natur unterwegs zu sein und die Natur hautnah zu spüren. Dies motiviert den Albverein und Wanderführer Uwe Mei, auch künftig solche Themenwanderungen ins breitgefächerte Jahresprogramm aufzunehmen.

Herzlichen Dank fürs Mitgehen und die schönen Rückmeldungen.

Bis bald mal wieder.

Ein ganzes Jahr in der Natur (4. Teil) 15. April 2025

Viertes Event – Ein ganzes Jahr in der Natur

Am 15.04.2025 um 18 Uhr ging es wieder los an der Harzwaldhütte. Diesmal war der Teilnehmerkreis mit sieben Personen gut besucht – natürlich wieder mit Wiederholungstäter:innen. Diesmal sollte es heissssss werden. Das Thema „Feuer“ und der Umgang mit offenem Feuer stand auf dem Programm. Am Anfang mussten die Personen in der nahen Umgebung nach brennbarem Material suchen, welches für ein kleines Feuer benötigt wird. Da es am Tag mehrere Stunden geregnet hatte, war einiges Nass und die Personen mussten ein bissen länger suchen, um geeignetes Material zu finden. Ich schaute mir dann das Material an und fragte die einzelnen Personen, warum Sie sich für diese Materialen entschieden haben. Antworten waren: „Weil es trocken ist“; „Weil es klein ist und vermutlich gut brennt“. Danach habe ich ein bisschen über verschiedene Arten von Zunder erzählt, also auf was es ankommt und gesagt, dass Ihnen eigentlich so etwas noch fehlt, um das Feuer zu entfachen. Ich hatte schon ein paar Sachen diesbezüglich vorbereitet.
Anleitung: Handelsübliche Wattepads nehmen und diese mit Kerzenfach übergießen – trocknen lassen – fertig. Damit hat man einen wasserdichten Zunder, der auf der einen Seite schnell brennt (Watte), länger brennt (Wachs) und gegen Wasser geschützt ist (Wachs). Dann kam die Challenge. Die Teilnehmer:innen sollten entweder allein oder zu zweit in einer kleinen Feuerschale ein „Feuert Tippi“ aufstellen und dann mit einem einzigen Streichholz entzünden. Der erste Versuch ging bei den meisten schief, dann erhielten Sie einen Tipp von mir und änderten nochmal ihren Aufbau und ab dort schafften Sie es. Alle waren sehr stolz auf sich als das kleine Feuer immer größer wurde und gut brannte. Als nächste Highlight kam der Feuerstahl zum Einsatz. Feuerstahl ist eine kleine Metallstange (i. d. R aus Eisen), die in einem Holzgriff sitzt und mit der man mit ein bisschen Übung ein Feuer entfachen kann, in dem man mit einem Schaber über die Stange fährt und Eisenspäne abhobelt und wenn man dies schnell macht, entsprechend „funkt“ und somit Zunder entfachen kann. Das durften die Teilnehmer:innen ausprobieren – der Zunder waren die in Wachs eingelegten Wattepads und es hat bei allen gut funktioniert. Viele waren nach der Aufgabe mit dem Feuerstahl begeistert und möchten sich ggf. auch einen holen. Nach dem vielen Feuer machen, habe ich auf die Gefahren und den richtigen Umgang mit Feuer hingewiesen. Also darf man Feuer machen. Wie sollte ich Feuerstellen hinterlassen bzw. was muss ich beachten beim Löschen von Feuer. Also bspw. das Feuer auseinanderziehen und mit viel Wasser oder Sand löschen. Danach machten wir noch eine kleine Wanderung zur Königseiche. Wieder mit Karte und die Personen, die noch nicht an einem der Abende teilgenommen hatte, durfte sich versuchen. Es war immer noch sehr hell und man sah auch dass die Natur immer mehr ergrünt. An der Königseiche angekommen ging es dann wieder zurück und man unterhielt sich über verschiedene Reisen, die die Teilnehmer:innen und ich so erlebt hatten. Am Ende war es wieder ein sehr schöner Abend in einem geselligen Rund. Vielen Dank für die Teilnahme und die guten Gespräche. Es gibt noch eine Änderung – das fünfte Event „ein ganzes Jahr in der Natur“ findet am 27.05.2025 statt um 18:00.