Premium-Wanderweg „Wolfacher Schloßblick“ 09. Juni 2025

Genießerpfad Wolfacher Schloßblick:
Ein wunderschöner Pfingstmontag für Epfendorfer Albvereinswanderer

Bei strahlendem Sonnenschein startete die Wandergruppe des Albvereins Epfendorf am Pfingstmontag ihre Tour auf dem Premiumwanderweg Wolfacher Schloßblick. Vom Bahnhof aus erreichten die Wanderer nach einigen kurzen Anstiegen die ersten Highlights der Tour wie den Käpflefelsen mit seiner goldenen Kugel, das Gesundheitsbrünnele sowie den Berghexenlandeplatz, wo sich die Wanderer eine wohlverdiente Rast gönnten. Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke auf Wolfach, das Wolf-und Kinzigtal sowie die umliegenden Schwarzwaldberge. Über den Aussichtspunkt Pavillon erreichte die Wanderschar schließlich die 1680 in der heutigen Form erbaute Wallfahrtskirche Sankt Jakobus samt angeschlossener Pilgerklause. Ein faszinierender Ort, der eine fast schon magische Stimmung und Ruhe ausstrahlt. Am Flößerpark trennten sich die Wege der Wanderer: Ein Teil erkundete das charmante Städtchen Wolfach und genoss die gemütlichen Cafés, während die anderen den zweiten Teil der Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite der Kinzig in Angriff nahmen. Hier erwartete die Gruppe die Panoramaschaukel, von wo sich die traumhafte Landschaft von einem anderen Blickwickel bewundern ließ, sowie das Ehrenmal auf einem runden Plateau über der Stadt, das an sehr traurige Zeiten in der Vergangenheit erinnert. Die Wanderführer Manfred Diechle und Helmut Heim freuen sich, dass sie den Tag mit 25 zufriedenen und wohlbehaltenen Mitwanderern in einer gemütlichen Wirtschaft in Wolfach ausklingen lassen konnten. Ein gelungener Tag voller Naturerlebnisse, Gemeinschaft und beeindruckender Ausblicke – so lässt sich dieser Pfingstmontag im Schwarzwald wohl am besten zusammenfassen.

Grünes „U“ in Stuttgart 01.Juni 2025

Der Schwäbische Albverein Epfendorf zu Gast in Stuttgart

Mit der Bahn ging es von Oberndorf zum Hauptbahnhof Stuttgart und über eine fast menschenleere Königstraße zum Schlossplatz, dem Startpunkt der Stadtwanderung „Grünes U“. Das Grüne U ist eine zusammenhängende Parklandschaft und führt von der Stuttgarter Innenstadt bis zum Höhenpark Killesberg. Durch den Schlossgarten, vorbei an der Baustelle S 21, ging die Wanderung unter schattenspendeten Platanen zum unteren Schlossgarten und zu den Mineralbädern. Beim Bad Berg wurde am Trinkbrunnen das Stuttgarter Mineralwasser probiert und im Rosengarten vor dem Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum) die Vesperpause eingelegt. Durch den Rosensteinpark, einem englischen Landschaftspark, ging es vorbei an der Wilhelma, dem neuen Naturkundemuseum zum Löwentor. Über Stege führte die Wanderung in den Leibfriedschen Garten. An der Kunstinstallation Gate of Hope (Tor der Hoffnung) wurde das gemeinsame Gruppenfoto geschossen. Kurz zuvor trafen die beiden Wandergruppen überraschend wieder zusammen, denn die Genusswanderer hatten einen Teil der Wanderung mit der U-Bahn abgekürzt. Bei der Bastion, einem Aussichtspunkt, wurden die Gruppen von einem kräftigen Gewitterschauer überrascht. Am Wartberggelände beendete deshalb ein Teil der Gruppe die Wanderung und fuhr wie die Genusswanderer mit der Bahn zum Höhenpark Killesberg. Durch das Wartberggelände erreichten die Wanderer ohne Regen den Höhenpark Killesberg. Mit Spaß konnten die wiedervereinten Gruppen die gemeinsame Rundfahrt mit der Liliput-Killesberg-Bahn durch das Parkgelände genießen und bequem einen Überblick von der großen und blühenden Parklandschaft Killesberg bekommen. Ob im Biergarten oder mit dem Besteigen des Aussichtsturms, endetet der Aufenthalt im Höhenpark Killesberg. Mit dem Bus ging es zurück in die Innenstadt zur gemeinsamen Schlusseinkehr.

Ein ganzes Jahr in der Natur (5. Teil) 27. Mai 2025

Ein ganzes Jahr in der Natur (5. Teil)

Fünftes Event – Ein ganzes Jahr in der Natur

Am 27.05.2025 um 18 Uhr ging es wieder los an der Harzwaldhütte. Vier Personen wollten heute etwas über „Outdoor Erste Hilfe“ lernen. Am Anfang habe ich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gefragt, wie lange den schon Ihr „Erste-Hilfe-Kurs“ her ist. Bei vielen war die Antwort “mehr als 20 Jahre“. Hinweis: Notrufnummern checken, bevor man in ein Land reist!
Dabei bin ich auf das Konzept der „Outdoorschule Süd“ eingegangen, bei denen ich schon zwei Kurse besucht habe. Und dieses sieht wie folgt aus
– RUM (Risiken, Umfeld und Management)
– BAP (Bewusstsein, Atmung und Puls)
– SAU (Schock, Atemstörung und Unterkühlung)
– DIWAN (Detailuntersuchung, Immobilisierung, Wundversorgung, Abtransport organisieren und Notfallcamp einrichten)
Die Schwerpunkte lagen auf RUM, BAP und SAU. Zuerst haben wir uns über die Risiken unterhalten, sowohl für einen selbst und natürlich auch für den Patienten. Bspw. wenn jemand blutet, immer zuerst Handschuhe anziehen, da es viele Krankheiten gibt, die über das Blut übertragen werden können – hier steht der Selbstschutz im Vordergrund. Dann haben wir das Thema „Umfeld“ näher betrachtet, wie hat sich der Unfall zugetragen und herrscht für meinen Patienten oder mich noch akute Gefahr, bspw. es brennt noch was und wie kann ich mich oder den Patienten vor dieser Gefahr
schützen, bspw. Person aus der Gefahrensituation abtransportieren mit verschiedenen Grifftechniken. Das Management beschäftigt sich im Wesentlichen mit zwei Personen dem „Kontakter“ und dem „Koordinator“. Der Kontakter stellt den Kontakt zum Patienten her und hält diesen die ganze Zeit bis entsprechende Hilfe eintrifft oder es dem Patienten besser geht. Die Person sollte entsprechend empathisch sein und dem Patienten Sicherheit geben. Der Koordinator behält den Überblick und koordiniert die weitere Hilfe und steht im Austausch mit dem Kontakter bzgl. dem Gesundheitszustand des Patienten. Ggf. muss diese Person auch durch eine Person ausgeübt werden, weil man bspw. nur zu zweit unterwegs. Nach RUM folgt BAP, mit das Wichtigste, was in der ersten Hilfe zu tun ist. Wir haben dazu besprochen, wie man das Bewusstsein eines Patienten überprüfen kann – also in welchem Stadium der Patient sich befindet – klar bei Verstand, Bewusstseins Eintrübung durch bspw. einen Sturz oder nicht ansprechbar.

Genau so haben wir uns angeschaut, auf welche weiße man die Atmung beobachten bzw. feststellen kann, bspw. man geht ganz nah an Kopf des Patienten und schaut, ob man einen Luftzug spürt und schaut dabei auf den Bauch/Brustbereich, ob sich dieser hebt und senkt.

Zu guter Letzt haben wir dann noch besprochen, wann man den Puls messen sollte und wann es vernachlässigbar ist bspw., wenn der Patient bewusstlos ist und man keine Atmung wahrnimmt. Nämlich dann folgt die Herz-Lungen-Wiederbelebung (30:2). Die Teilnehmer durften an mir die stabile Seitenlage üben, am Anfang waren sie noch unsicher, aber nach zwei, drei Versuchen hat es dann schon gut funktioniert. Das Fazit der Teilnehmer war, nur durch die Übung gewinnt man die nötige Sicherheit und weiß dann was in der entsprechenden Situation zu tun ist. Nach BAP kommt SAU-gefährlich. Wir haben geklärt, was ein Schock ist und wie dieser zustande kommt bspw. durch erhöhtem Blutverslust, starke Verbrennungen oder allergische Reaktionen (bspw.: Insektenstiche) und was Ihn so gefährlich macht und was man tun kann, um Ihn zu mildern bspw. durch einen Druckverband bei starker Blutung, Verbrennungen und Insektenstiche kühlen. Dann haben wir uns die Atemstörungen angeschaut die bspw. auch durch allergische Reaktionen oder durch vor Erkrankungen (bspw. Asthma) ausgelöst oder verschlimmert werden können.

Zum Schluss haben wir uns noch über die Unterkühlungsarten unterhalten, weil diese im Outdoorbereich mit am häufigsten vorkommen können und sehr gefährlich sein können. Dabei ist zu wissen, dass ab der höchsten Unterkühlungsart man den Patienten nicht mehr bewegen darf, da ggf. zu viel kaltes Blut zum Herzen zurückfließt und es dann zum sog. Bergungstot kommen kann. Auf den DIWAN und die verschiedenen Verbände wurde nicht eingegangen, wird sehr wahrscheinlich in einem der zukünftigen Abende ggf. nochmal Thema werden. Es wurden auch ein paar andere praxisnahe Beispiele von mir gezeigt bzw. gespielt, diese werden jedoch hier nicht verraten ggf. wird nämlich dieser „Block“ nochmal in einer ähnlichen Form gemacht. Es gibt noch eine Änderung – das sechste Event „ein ganzes Jahr in der Natur“ findet am 24.06.2025 um 18:00 statt und ist auch für Familien geöffnet.

Rundweg Schenkenzell-Schiltach – 21. Mai 2025

Rundwanderung Schenkenburg – Schiltach des Albvereins OG Epfendorf

Eine Gruppe von Wanderer des Albvereins Epfendorf ließen sich nicht abhalten, durch den Regen, die geplante Wanderung durchzuführen. Bei starkem Regen ging es los zur Ruine Schenkenburg. Nach genauer Besichtigung gab es durch Wanderführer Helmut Heim einige Erläuterungen über die Geschichte der Burg, daß sie um 1220 erbaut wurde und durch Besitzstreitigkeiten vom eigenen Burgherr im Jahre 1534 niedergebrannt wurde. Auf dem Flößersteig verlief die Tour alles an der Kinzig entlang  nach Schiltach. Sogar der Regen hatte in der Zwischenzeit aufgehört, so dass man die Stadt trocken besichtigen konnte. Die Mittelalterliche Stadt Schiltach hat dem Betrachter einiges zu bieten so fand jeder was wie schöne alte Fachwerkhäuser, Museen, alte Brunnen, schmale Gassen und steile verwinkelte Treppenaufgänge usw. das ihn ansprach. Besichtigt wurde das Schüttesägemuseum in der die Flößerei, Gerberei und Sägerei ausgestellt wurden. Über viele Treppen ging es dann aufwärts zum Schloßberg mit einem wunderbaren Ausblick auf die Stadt und das Kinzigtal. Zurück führte der Weg halbhoch an der Waldgrenze entlang, am Wassertretbecken und Freibad vorbei zur Pizzeria Schenkenburg mit Abschlußeinkehr. Bei geselligem Beisammensein war man sich einig, gut dass man die Wanderung durchgeführt hat und sich nicht abschrecken ließ durch die schlechte Wetterlage!

Naturkundliche Wanderung auf der Paradiestour Schlichemklamm 26. April 2025

Naturkundliche Wanderung auf der Paradiestour Schlichemklamm

Die naturkundliche Wanderung des Albverein Epfendorf im Schlichemtal hatte das Ziel, die Menschen wieder mehr mit der Natur zu verbinden und für die Schätze der Heimat zu begeistern. Dies sind auch die Werte und die Philosophie des Albvereins. Schön, dass mit rund 45 Teilnehmern großes Interesse bestand. Neubürger der Gemeinde Epfendorf waren erstmals in der Schlichem dabei und waren begeistert von der heimatlichen Natur. Aber auch erfahrene Schlichem-Wanderer konnten Neues dazu lernen. Der Frühling ist dafür ideal. Knoblauchrauke, Sumpfdotterblumen, Spitzwegerich, Aronstäbe, Lerchensporn, Buschwindröschen, Bachnelkenwurz und die zarten Knospen der bald wieder blühenden Blumenwiesen sind schon sichtbar. Wie gut, dass diese einzigartigen Wiesen geschützt sind und erst nach der Blüte circa Ende Juni gemäht werden dürfen – insgesamt nur 2x jährlich. Nur so können sich Blumensamen bilden und auch zukünftig wieder erblühen. Ein kleiner Teil des Schlichemtals wird auch beweidet. Manche Flächen mit Rindern und eine Wacholder-Halde mit Schafen. Dafür ging der Kultur- und Landschaftspreis des schwäbischen Heimatbundes aktuell ins Schlichemtal. Auch seltene und geschützte Tierarten fühlen sich im Schlichemtal bzw. der -klamm wohl. Allen voran der Eisvogel, der Uhu und Wasseramseln. Nicht umsonst steht dieses Juwel bei Epfendorf streng unter Naturschutz und unter Aufsicht der Oberen Naturschutzbehörde Freiburg.

Nachdem das Schlichemtal und letztendlich die Schlichemklamm durchquert wurde führte die Tour auf die Hochfläche zum Ramstein und weiter zur Sitzgruppe beim neuen Agri-Solar-Park. Dort wurde als kleines Highlight Kulinarik aus der Natur angeboten: Most, Wasser, Apfelsaft und Äpfel aus der Streuobstwiese, ergänzt durch Aufstrich-Brote mit Rote Beete und Karotten. Die Erläuterungen zum innovativen Konzept des Agri-Solar-Parks fanden ebenfalls großes Interesse: die senkrechten Module sind Ost-West ausgerichtet und werden somit doppelt besonnt. 90% der Fläche können nach wie vor landwirtschaftlich für Heu, Linsen und Getreide genutzt werden.

Am Ende der Tour gab es viele positive Rückmeldungen. Untere anderem, wie gut es tat, draußen in der Natur unterwegs zu sein und die Natur hautnah zu spüren. Dies motiviert den Albverein und Wanderführer Uwe Mei, auch künftig solche Themenwanderungen ins breitgefächerte Jahresprogramm aufzunehmen.

Herzlichen Dank fürs Mitgehen und die schönen Rückmeldungen.

Bis bald mal wieder.

Ein ganzes Jahr in der Natur (4. Teil) 15. April 2025

Viertes Event – Ein ganzes Jahr in der Natur

Am 15.04.2025 um 18 Uhr ging es wieder los an der Harzwaldhütte. Diesmal war der Teilnehmerkreis mit sieben Personen gut besucht – natürlich wieder mit Wiederholungstäter:innen. Diesmal sollte es heissssss werden. Das Thema „Feuer“ und der Umgang mit offenem Feuer stand auf dem Programm. Am Anfang mussten die Personen in der nahen Umgebung nach brennbarem Material suchen, welches für ein kleines Feuer benötigt wird. Da es am Tag mehrere Stunden geregnet hatte, war einiges Nass und die Personen mussten ein bissen länger suchen, um geeignetes Material zu finden. Ich schaute mir dann das Material an und fragte die einzelnen Personen, warum Sie sich für diese Materialen entschieden haben. Antworten waren: „Weil es trocken ist“; „Weil es klein ist und vermutlich gut brennt“. Danach habe ich ein bisschen über verschiedene Arten von Zunder erzählt, also auf was es ankommt und gesagt, dass Ihnen eigentlich so etwas noch fehlt, um das Feuer zu entfachen. Ich hatte schon ein paar Sachen diesbezüglich vorbereitet.
Anleitung: Handelsübliche Wattepads nehmen und diese mit Kerzenfach übergießen – trocknen lassen – fertig. Damit hat man einen wasserdichten Zunder, der auf der einen Seite schnell brennt (Watte), länger brennt (Wachs) und gegen Wasser geschützt ist (Wachs). Dann kam die Challenge. Die Teilnehmer:innen sollten entweder allein oder zu zweit in einer kleinen Feuerschale ein „Feuert Tippi“ aufstellen und dann mit einem einzigen Streichholz entzünden. Der erste Versuch ging bei den meisten schief, dann erhielten Sie einen Tipp von mir und änderten nochmal ihren Aufbau und ab dort schafften Sie es. Alle waren sehr stolz auf sich als das kleine Feuer immer größer wurde und gut brannte. Als nächste Highlight kam der Feuerstahl zum Einsatz. Feuerstahl ist eine kleine Metallstange (i. d. R aus Eisen), die in einem Holzgriff sitzt und mit der man mit ein bisschen Übung ein Feuer entfachen kann, in dem man mit einem Schaber über die Stange fährt und Eisenspäne abhobelt und wenn man dies schnell macht, entsprechend „funkt“ und somit Zunder entfachen kann. Das durften die Teilnehmer:innen ausprobieren – der Zunder waren die in Wachs eingelegten Wattepads und es hat bei allen gut funktioniert. Viele waren nach der Aufgabe mit dem Feuerstahl begeistert und möchten sich ggf. auch einen holen. Nach dem vielen Feuer machen, habe ich auf die Gefahren und den richtigen Umgang mit Feuer hingewiesen. Also darf man Feuer machen. Wie sollte ich Feuerstellen hinterlassen bzw. was muss ich beachten beim Löschen von Feuer. Also bspw. das Feuer auseinanderziehen und mit viel Wasser oder Sand löschen. Danach machten wir noch eine kleine Wanderung zur Königseiche. Wieder mit Karte und die Personen, die noch nicht an einem der Abende teilgenommen hatte, durfte sich versuchen. Es war immer noch sehr hell und man sah auch dass die Natur immer mehr ergrünt. An der Königseiche angekommen ging es dann wieder zurück und man unterhielt sich über verschiedene Reisen, die die Teilnehmer:innen und ich so erlebt hatten. Am Ende war es wieder ein sehr schöner Abend in einem geselligen Rund. Vielen Dank für die Teilnahme und die guten Gespräche. Es gibt noch eine Änderung – das fünfte Event „ein ganzes Jahr in der Natur“ findet am 27.05.2025 statt um 18:00.

Ein ganzes Jahr in der Natur (3. Teil)25. März 2025

Ein Abend voller Vogelzauber an der Harzwaldhütte

Am 25. März 2025 um Punkt 18 Uhr war es wieder soweit: Die Harzwaldhütte rief zur Entdeckungsreise, und zehn begeisterte Teilnehmer:innen – darunter einige „Wiederholungstäter:innen“ – folgten dem Ruf. Diesmal drehte sich alles um die faszinierende Welt der heimischen Vögel. Schon auf dem Weg zur Hütte begrüßten uns die melodischen Gesänge unzähliger gefiederter Freunde – ein Vorgeschmack auf das, was uns erwarten würde.

Nach einer herzlichen Begrüßung startete der Abend mit einem Vogelquiz. Auf einem großen Tisch prangten zehn hölzerne Vogelmodelle in Originalgröße, und die Herausforderung bestand darin, sie zu identifizieren. Bewaffnet mit Papier und Stift, versuchten sich die Teilnehmer:innen – teils allein, teils im Team – an der Aufgabe. Und obwohl einige Modelle knifflig waren, erkannten die meisten erstaunlich viele Vögel. Es folgte ein zweiter Quizteil, bei dem Vogelstimmen erraten werden mussten – von zwitschernden Melodien bis zu alarmierendes Rufen war alles dabei.

Danach tauchten wir tiefer in die Welt der Vögel ein: Wie und wo sie brüten, was auf ihrem Speiseplan steht und welche Gewohnheiten sie bei Sonnenauf- und -untergang pflegen. Um angehenden Ornithologen den Einstieg zu erleichtern, wurden zwei hilfreiche Apps vorgestellt, die bei der Vogelbestimmung unterstützen können.

Aber das war erst der Anfang. Nun kam die Karte ins Spiel: „Wo befinden wir uns eigentlich?“ Besonders die Neulinge durften sich beweisen und unser aktuelles Ziel – das Hände-Denkmal – auf der Karte ausfindig machen. Begleitet von Vogelgesang bahnten wir uns den Weg dorthin, während die Dämmerung langsam ihren Schleier über den Wald legte. Am Denkmal hielten wir inne und lauschten der Natur.

Unser nächstes Ziel: die legendäre Königseiche. Wieder wurde die Karte gezückt und schnell die Richtung bestimmt. Unterwegs, an einer Kreuzung, entfachten wir Stirn- und Taschenlampen, denn der Wald war mittlerweile in absolute Dunkelheit getaucht. Mit der Stille um uns herum wurde uns bewusst: Die Vögel hatten sich zur Ruhe begeben – wir waren die einzigen, die die Nacht durch unsere Schritte zum Klingen brachten.

An der Königseiche angekommen, gönnten wir uns eine kurze Verschnaufpause, bevor wir den Heimweg antraten. Ein Highlight des Rückwegs war die Solowanderung: Jede:r Teilnehmer:in legte ein Stück des Weges allein und im Dunkeln zurück – eine ganz besondere Erfahrung. Zurück an der Harzwaldhütte ließen wir den Abend mit einem Austausch über die Erlebnisse, einem gemeinsamen Foto und einem kleinen Umtrunk ausklingen.

Und für alle, die schon das nächste Abenteuer planen: Das vierte Event, „Ein ganzes Jahr in der Natur“, findet am 15. April 2025 bereits um 18 Uhr statt – also nicht verpassen!

Haus der Geschichte – Stuttgart 19. März 2025

Besuch im Haus der Geschichte in Stuttgart

Am 19. März 2025 starteten die Mittwochswanderer des Albvereins Epfendorf in das Jahr 2025 mit einer kulturellen Unternehmung ins Haus der Geschichte in Stuttgart. Nach einer gemütlichen Mittagseinkehr begann die Gruppe ihre Tour bei strahlendem Kaiserwetter über den Schlossplatz, vorbei am Neuen Schloss, dem Württembergischen Kunstverein, dem Landtag und der Staatsoper. Durch die Unterführung gelangten sie schließlich zur Kulturmeile und ins Museum. Einblicke in die Landesgeschichte Die Ausstellung bot einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte Baden-Württembergs seit 1790. Mit einer begehbaren Karte konnten die Besucher die verschiedenen Epochen erkunden, von den Revolutionszeiten über das Kaiserreich, die Weltkriege und den Nationalsozialismus bis hin zu den heutigen Persönlichkeiten, die sich für Mitbestimmung und Demokratie einsetzen. Besonders beeindruckend war die Präsentation der Schwarzwald-Geschichte, die in echten Tannen ihren Platz fand. Riesige Reisekoffer erzählten Geschichten von Ein- und Auswanderung, während Familienfotos aus 160 Jahren persönliche Einblicke in die Vergangenheit boten. Originale Ausstellungsstücke und Erinnerungen Die originale Ausstellung machte deutlich, wie sich große Ereignisse und Entwicklungen im Alltag der Menschen auswirkten. Politische Veränderungen, technischer Fortschritt, Krieg und Frieden, Not und Wohlstand – all dies wurde durch authentische Exponate lebendig. Bei einigen Ausstellungsstücken wurden auch bei den Teilnehmern Erinnerungen geweckt, was die Ausstellung noch persönlicher und emotionaler machte. Führung und Resümee Dank einer sehr guten Führung konnten die Teilnehmer das Museum und die Landesgeschichte in einer lebendigen und interessanten Weise erleben. Der Besuch im Haus der Geschichte war ein gelungener Auftakt für die Mittwochswanderer im Jahr 2025 und bot eine wertvolle Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben.

Winterwanderung wird zur Frühlingswanderung 22. Februar 2025

Winterwanderung wird zur Frühlingswanderung

Am 22. Februar 2025 fand die ursprünglich als Winterwanderung geplante Tour des Albvereins Epfendorf statt. Trotz des unerwarteten frühlingshaften Wetters erfreute sich die Veranstaltung großer Beliebtheit. 34 Wanderfreunde des Albvereins Epfendorf folgten der Einladung von Wanderführerin Petra Mäder zu einer Rundtour um Leidringen. Die Wanderung begann am Brittheimer Wasserturm und führte die Gruppe zunächst zum Leidringer Kriegerdenkmal. Nach einer kurzen Pause ging es weiter auf den Bänklesweg in Richtung Galgenberg. Ein Highlight der Wanderung war die Rast am idyllischen Espelsee des Angelsportvereins Leidringen. Der leichte Aufstieg und die malerische Umgebung boten den Teilnehmern eine angenehme Abwechslung. Nach der Rückkehr nach Leidringen fand die Veranstaltung einen gemütlichen Ausklang im Leidringer Stüble. Hier hatten die Wanderer Gelegenheit, ihre Eindrücke auszutauschen und den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Die unerwartet milden Temperaturen verwandelten die geplante Winterwanderung in eine frühlingshafte Tour, was dem Enthusiasmus der Teilnehmer jedoch keinen Abbruch tat. Der Albverein Epfendorf bewies einmal mehr, dass er für jede Wetterlage gerüstet ist und seinen Mitgliedern abwechslungsreiche Wandererlebnisse bietet.

Ein ganzes Jahr in der Natur (2. Teil) 18. Februar 2025

Thema des Abends: Ausrüstung für Outdoor-Abenteuer

Am 18. Februar 2025 fand die zweite Veranstaltung der Reihe „Ein ganzes Jahr in der Natur“ mit Florian Lowinski statt. Treffpunkt war erneut die Harzwaldhütte, wo sich die Teilnehmenden um 18 Uhr versammelten. Trotz einer etwas kleineren Gruppe im Vergleich zur ersten Veranstaltung war die Stimmung ausgezeichnet, und besonders erfreulich war die Teilnahme von vier Wiederholungsgästen.

Im Fokus des Abends stand das Thema „Ausrüstung“. Zu Beginn hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen mitgebrachten Gegenstände vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen. Dabei wurden vor allem Rucksäcke und einzelne Ausrüstungsgegenstände genauer unter die Lupe genommen. Anschließend präsentierte Florian seine umfassende Outdoor-Ausrüstung und erklärte detailliert deren Vor- und Nachteile. Themen wie Schlafsäcke (Synthetik vs. Daune), Isomatten, Zelte (freistehend oder nicht), Tarps, verschiedene Kochsysteme (Gas, Esbit, Benzin/Spiritus), Regenkleidung, Mückenschutz, Gamaschen und Rucksäcke standen im Mittelpunkt. Lebensmittel und Wasserfilteranlagen wurden bewusst ausgespart und sollen bei einem späteren Termin behandelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem richtigen Packen und Einstellen eines Rucksacks. Florian erklärte anschaulich, welche Gegenstände wohin gehören, wie das Gewicht optimal verteilt wird und mit welchem Gesamtgewicht Wandernde rechnen sollten. Die Teilnehmenden konnten den vollgepackten Rucksack selbst ausprobieren und waren beeindruckt von dessen Gewicht – viele konnten sich kaum vorstellen, damit längere Strecken zu bewältigen.

Nachtwanderung unter klarem Sternenhimmel

Nach den theoretischen Einblicken begann die praktische Erkundung: eine Nachtwanderung durch die verschneite Landschaft. Zunächst wurde der Weg anhand einer Karte geplant, wobei Florian den Umgang mit Kartenmaterial erklärte. Die Gruppe bewegte sich gemeinsam zur Königseiche, um ihre Orientierung zu überprüfen – mit Erfolg! Der klare Sternenhimmel und das leise Knirschen des Schnees sorgten für eine besondere Atmosphäre.

Ein Highlight war die Solo-Tour zu den „Betenden Händen“, bei der jede:r Teilnehmende ein Stück allein zurücklegte. In der nächtlichen Stille waren nur die Rufe zweier Käuzchen zu hören, was einige als unheimlich, andere als faszinierend empfanden. Auf dem Rückweg wurden Spuren im Schnee untersucht – entdeckt wurden Trittsiegel von Hasen, Menschen, Hunden und möglicherweise einem Reh.

Gemütlicher Abschluss

Zurück an der Harzwaldhütte klang der Abend bei einem kleinen Umtrunk aus. Die Teilnehmenden tauschten ihre Eindrücke aus und verabschiedeten sich schließlich in Richtung ihrer warmen Wohnungen – voller Vorfreude auf das nächste Event.

Hinweis zur Terminänderung

Das dritte Event der Reihe „Ein ganzes Jahr in der Natur“ wurde vom 18. März 2025 auf den 25. März 2025 verschoben. Wir freuen uns darauf, erneut spannende Einblicke in die Welt der Natur zu erhalten!